000 03848nam a2200553 c 4500
001 308547225
003 Ge_NSL
005 20220322091018.0
008 000103s1999 de 000 0 ger d
015 _a00A031696
_2dnb
016 7 _a95800577X
_2DE-101
020 _a3518395610 (kart.)
_cDM 14.80, EUR 7.57
024 8 _aleb000534080
035 _a(OCoLC)264567558
040 _bger
_cGBVCP
041 0 _ager
044 _cXA-DE
080 _a821.112.2
084 _a59
_2sdnb
100 1 _aTreichel, Hans-Ulrich
_9229080
245 1 4 _aDer Verlorene /
_cHans-Ulrich Treichel.
250 _a1. Aufl.
264 3 1 _aFrankfurt am Main :
_bSuhrkamp,
_c1999.
300 _a174 S. ;
_c18 cm.
490 0 _aSuhrkamp-Taschenbuch ;
_v3061
520 _aWie schon "Von Leib und Seele" (ID 26/92) und "Heimatkunde" (BA 8/96) kreist auch dieser autobiographisch gefärbte Prosatext des 1952 geborenen Autors um die Schrecken der Kindheit und die kleinbürgerlichen Lebenslügen. Psychologisch genau und erzähltechnisch konsequent schildert Treichel die Ängste eines Jungen im Nachkriegsdeutschland vor der Rückkehr des größeren Bruders, der auf der Flucht von Ostpreußen nach Westfalen "verloren" gegangen war. Die verzweifelten Suchanstrengungen der Mutter vor dem Hintergrund des wirtschaftlichen Aufstiegs der Eltern schildert Treichel plastisch und atmosphärisch überzeugend, rückt das alles aber auch durch groteske Überzeichnungen in ein tief ironisches Licht. Doch so gekonnt (und von der Kritik gelobt) hier erzählt wird, so düster und monoton liest sich diese Erzählung, bei der am Ende alles offen bleibt. (Ronald Schneider)
520 _aHans-Ulrich Treichels Erzählung handelt von einer Familie, an deren Leben nichts außergewöhnlich scheint: Der Flucht aus den Ostgebieten im letzten Kriegsjahr folgt der erfolgreiche Aufbau einer neuen Existenz in den Zeiten des Wirtschaftswunders. Doch es gibt für sie nur ein einziges, alles beherrschendes Thema: die Suche nach dem auf dem Treck verlorengegangenen Erstgeborenen, nach Arnold. "Arnold ist nicht tot. Er ist auch nicht verhungert". Das erfährt der kleine Bruder und Ich-Erzähler eines Tages von seinen Eltern: "Jetzt begann ich zu begreifen, daß Arnold, der untote Bruder, die Hauptrolle in der Familie spielte und mir die Nebenrolle zugewiesen hatte." In der Vorstellung des Jungen wird das, was der Eltern größter Wunsch ist, zum Alptraum: daß der Verlorene gefunden wird. Lakonisch-distanziert und zugleich ungemein komisch erzählt Treichel von den psychischen Auswirkungen der Brudersuche, von den emotionalen Höhen und Tiefen und den subtilen Mechanismen, die die Eltern und auch der Sohn im Umgang mit dieser alle belastenden Situation entwickeln.
648 7 _aGeschichte 1945
_2gnd
_9229081
648 7 _aGeschichte 1960
_2gnd
_9229082
650 7 _aFlucht
_2gnd
_9229083
650 7 _aSohn
_2gnd
_9229084
650 7 _aVerlust
_2gnd
_9229085
650 7 _aFamilie
_2gnd
_978531
650 7 _aSuche
_2gnd
_9229086
650 7 _aSohn
_2gnd
_9229084
651 7 _aOstpreußen
_2gnd
_9229087
653 _aგერმანული ლიტერატურა
655 0 7 _aFiktionale Darstellung
_2gnd-content
_9207121
856 4 2 _yCover
_uhttp://images.buch.de/30/71/56/03071564_b001.jpg
_3Cover
900 _bSUB+Uni Hamburg <18>
_d!SUB! A 2004/10843
900 _bUB Magdeburg <Ma 9>
_d!FH! 2006.11872:1
900 _bHSB Theol. HS Friedensau <Brg 3>
_d!EF! Spra 166,2 B2 /09
_c175 S.
900 _bLEB Flensburg <455>
_dTREI
942 _2udc
_cBK
951 _aF/R 11 Trei
_2100
951 _aSpra 166,2 B2
_2206
951 _aBO
999 _c575259
_d575257